Ladurner aus Österreich
entscheidet World-Cup in Bitz für sich / Tobi Wöhrle vom IHC
Bitz wird Zehnter
Annähernd
4000 begeisterte Zuschauer säumten die Rennstrecke beim ersten
Inline-Downhill World-Cup 2002 in Deutschland, der in Bitz
ausgetragen wurde.. Bei sommerlichen Temperaturen riskierten die
besten Abfahrer der Welt viel, um sich mit einer guten Zeit in
die Bestenliste einzutragen. Am Ende hatte der Österreicher
Daniel Ladurner bei den Männern die Nase vorn. Bester Starter
des veranstaltenden IHC Bitz war Tobias Wöhrle als Zehnter. Bei
den Frauen siegte Gaby Leuenberger aus der Schweiz.
Mit bis zu 70 Stundenkilometer rasten die Abfahrer die Strecke
in Bitz hinunter. Dabei hieß es nicht nur in den Kurven stets
wachsam zu sein. Diese Erfahrung machte auch Tobias Wöhrle, der
bestplatzierte Bitzer im World-Cup. „Im ersten Lauf bin ich in
der Kurve am Albhotel gestürzt. Ich blieb aber zum Glück
unverletzt, so dass ich im zweiten Lauf voll angreifen
konnte“, machte Wöhrle auf eine der Schwierigkeiten der
Strecke aufmerksam. Jeder Aktive hatte zwei Zeitläufe, wobei
der bessere in die Wertung kam.
Und der Angriff des Lokalmatadoren im zweiten Lauf beeindruckte
die zahlreichen Zuschauer, die die Läufer lautstark anfeuerten.
Nach 1:05,03 kam der Bitzer ins Ziel und belegte damit im
World-Cup den zehnten Platz. Im Gesamtklassement der
Internationalen Deutschen Meisterschaften
- hier wurden die deutschen Fahrer intern bewertet –
kam Wöhrle auf den ersten Rang. Am schnellsten brachte Daniel
Ladurner die Strecke hinter sich. Der Österreicher benötigte
1:01,28 Minuten. Zweiter wurde Franko Innocente aus der Schweiz
in 1:01,54. Den dritten Podestplatz sicherte sich Oscar
Galliazzo aus Italien mit 1:02,54. Aber auch die weiteren
Starter des IHC Bitz schlugen sich wacker.
14
Teilnehmer aus Bitz, insgesamt waren 11 Frauen und 61 Männer am
Start, fuhren die Strecke mit einem Gefälle von teilweise 15
Prozent hinunter. Auch der IHC-Vorsitzende, Markus Reichenberger,
stellte sich der Aufgabe. In 1:07,43 Minuten kam er auf den 20
Platz. „Ich bin mit meinem Rennen sehr zufrieden. Es hat alles
gepasst“, freute sich Reichenberger über seine Leistung. Als
zweitbester Bitzer kam Andreas Vidakovic nach 1:05,32 Minuten
ins Ziel. Im World-Cup wurde er mit dieser Zeit Elfter, bei den
Internationalen Deutschen Meisterschaften hinter Wöhrle
Zweiter.
Auch
die Frauen schenkten sich nichts. Am Ende sicherte sich Gaby
Leuenberger aus der Schweiz in 1:07,75 Minuten den Sieg. Zweite
und damit nationale Meisterin wurde Tina Jauss aus Eislingen in
1:10,53 Minuten. Den dritten Rang belegte Sandra Ladurner aus Österreich
in 1:10,67 Minuten.
Steffi Reichenberger aus Bitz war dagegen mit ihrem Rennen nicht
zufrieden. „Ich bin am Samstag im Training gestürzt. Das hat
mich heute schon etwas behindert“, so Reichenberger, die aber
in der nationalen Wertung den zweiten Rang belegte (1:14,29).
Weitere deutsche Titel sicherten sich Sandra Knupfer bei den
Juniorinnen und Marco Kirschbaum bei den Junioren (beide IHC
Bitz).
Und
trotz der hohen Geschwindigkeiten hielten sich die Stürze in
Grenzen: „Wir mussten bisher nur einen Handgelenksbruch
verzeichnen“, erklärte Markus Reichenberger vor dem Start des
Bordercrosses. Und von der Atmosphäre schwärmte der
Vorsitzende des IHC Bitz: „Es stimmte alles. Das Wetter, die
Stimmung, die Anzahl der Zuschauer, die Sicherheit und die
tollen Leistungen der Sportler.“ |