> Franco Innocente - Schweiz
> tausende Zuschauer säumten die Rennstrecke
> künstliche Ramps sorgten für zusätzlichen Adrenalinschub
> Andi Vidakovic auf dem Weg ins Ziel
> OK-Chef Bernhard Knupfer mit letzten Anweisungen an Organisator Markus Reichenberger

I Ergebnisse I

Ladurner aus Österreich entscheidet World-Cup in Bitz für sich / Tobi Wöhrle vom IHC Bitz wird Zehnter 

Annähernd 4000 begeisterte Zuschauer säumten die Rennstrecke beim ersten Inline-Downhill World-Cup 2002 in Deutschland, der in Bitz ausgetragen wurde.. Bei sommerlichen Temperaturen riskierten die besten Abfahrer der Welt viel, um sich mit einer guten Zeit in die Bestenliste einzutragen. Am Ende hatte der Österreicher Daniel Ladurner bei den Männern die Nase vorn. Bester Starter des veranstaltenden IHC Bitz war Tobias Wöhrle als Zehnter. Bei den Frauen siegte Gaby Leuenberger aus der Schweiz.
Mit bis zu 70 Stundenkilometer rasten die Abfahrer die Strecke in Bitz hinunter. Dabei hieß es nicht nur in den Kurven stets wachsam zu sein. Diese Erfahrung machte auch Tobias Wöhrle, der bestplatzierte Bitzer im World-Cup. „Im ersten Lauf bin ich in der Kurve am Albhotel gestürzt. Ich blieb aber zum Glück unverletzt, so dass ich im zweiten Lauf voll angreifen konnte“, machte Wöhrle auf eine der Schwierigkeiten der Strecke aufmerksam. Jeder Aktive hatte zwei Zeitläufe, wobei der bessere in die Wertung kam.
Und der Angriff des Lokalmatadoren im zweiten Lauf beeindruckte die zahlreichen Zuschauer, die die Läufer lautstark anfeuerten. Nach 1:05,03 kam der Bitzer ins Ziel und belegte damit im World-Cup den zehnten Platz. Im Gesamtklassement der Internationalen Deutschen Meisterschaften  - hier wurden die deutschen Fahrer intern bewertet – kam Wöhrle auf den ersten Rang. Am schnellsten brachte Daniel Ladurner die Strecke hinter sich. Der Österreicher benötigte 1:01,28 Minuten. Zweiter wurde Franko Innocente aus der Schweiz in 1:01,54. Den dritten Podestplatz sicherte sich Oscar Galliazzo aus Italien mit 1:02,54. Aber auch die weiteren Starter des IHC Bitz schlugen sich wacker.

14 Teilnehmer aus Bitz, insgesamt waren 11 Frauen und 61 Männer am Start, fuhren die Strecke mit einem Gefälle von teilweise 15 Prozent hinunter. Auch der IHC-Vorsitzende, Markus Reichenberger, stellte sich der Aufgabe. In 1:07,43 Minuten kam er auf den 20 Platz. „Ich bin mit meinem Rennen sehr zufrieden. Es hat alles gepasst“, freute sich Reichenberger über seine Leistung. Als zweitbester Bitzer kam Andreas Vidakovic nach 1:05,32 Minuten ins Ziel. Im World-Cup wurde er mit dieser Zeit Elfter, bei den Internationalen Deutschen Meisterschaften hinter Wöhrle Zweiter.

Auch die Frauen schenkten sich nichts. Am Ende sicherte sich Gaby Leuenberger aus der Schweiz in 1:07,75 Minuten den Sieg. Zweite und damit nationale Meisterin wurde Tina Jauss aus Eislingen in 1:10,53 Minuten. Den dritten Rang belegte Sandra Ladurner aus Österreich in 1:10,67 Minuten.
Steffi Reichenberger aus Bitz war dagegen mit ihrem Rennen nicht zufrieden. „Ich bin am Samstag im Training gestürzt. Das hat mich heute schon etwas behindert“, so Reichenberger, die aber in der nationalen Wertung den zweiten Rang belegte (1:14,29). Weitere deutsche Titel sicherten sich Sandra Knupfer bei den Juniorinnen und Marco Kirschbaum bei den Junioren (beide IHC Bitz).

Und trotz der hohen Geschwindigkeiten hielten sich die Stürze in Grenzen: „Wir mussten bisher nur einen Handgelenksbruch verzeichnen“, erklärte Markus Reichenberger vor dem Start des Bordercrosses. Und von der Atmosphäre schwärmte der Vorsitzende des IHC Bitz: „Es stimmte alles. Das Wetter, die Stimmung, die Anzahl der Zuschauer, die Sicherheit und die tollen Leistungen der Sportler.“


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