X-trem Skating in der Betonröhre

Jochen Beck auf der Startrampe in Winterberg

Enorme Fliehkräfte wirken auf die Fahrer ein, die ungebremst mit über 80 km/h durch ein Labyrinth von Steilkurven donnern.

Sicherlich ist jedem, der schon einmal seinen Urlaub im Berchtesgadner Land verbracht hat, die im Sommer unansenhliche Betonröhre aufgefallen. Die Bobbahn am Königsee.

Donnern im Winter noch die Rodler, allen voran der Hackl Schorsch und die Viererbobs durch die Röhre, so wurde die Bahn 1998 von einigen wagemutigen Inline-Skatern entdeckt. Mit dabei auch die Downhill-Fahrer des IHC die alles unter die kleinen Rollen nehmen, was Geschwindigkeit verspricht. Und die gibt´s in rauen Mengen. Knapp 100 Sachen stehen auf dem Display der Lichtschranke, wenn die Skater im Betontunnel herunterrauschen.

Tief in aerodynamischer Haltung erleben die Fahrer den wirklichen Tunnelblick. Die Röhre wird mit zunehmenden Speed immer enger und grauer. Die Fliehkraft drückt die Fahrer auf den harten Beton, die Skates beginnen bei Tempo 70 zu vibrieren. Die Oberschenkel brennen, krampfen, aber man muß unten bleiben, sonst kommt der Schwerpunkt viel zu hoch, für den Speed, den die Fahrer bereits nach kurzer Zeit drauf haben. Bremsen geht in der Betonröhre sowieso nicht – irgendwie durchstehen, irgendwie auf den Beinen bleiben. Im Ziel heißt es erst einmal, die zugeknallten Skater zu öffnen und die Beine auszittern zu lassen. 

Ergebnisse: 

Red-Bull Bobrun-Weltmeisterschaft am Königsee 

34. Markus Reichenberger  IHC

Deutsche Meisterschaften Bobbahn/Winterberg

11. Jochen Beck  IHC
12. Markus Reichenberger  IHC
16. Marco Kirschbaum  IHC
17. Andreas Fritz  IHC

 

 

www.ihcbitz.de / Seite aktualisiert Januar 2003