Downhill DM - Bericht Bravo Sport     I zurück I home I


BRAVO Sport /Ausgabe 16 vom 27.Juli 2000

Verrückt! Mit Tempo 90 auf 5 Rollen


Schnell, steil und gefährlich- das ist Inline-Downhill. In Bitz bei Reutlingen fighteten die besten Cracks der Szene um den Europacup-Sieg. 

BRAVO Sport war hautnah dabei!

Verrückt? "Ja, kann man wohl sagen", grinst Oscar Galliazzo. Der Weltmeister aus Italien ist der Topfavorit auf den Downhill-Titel bei den offenen Deutschen Meisterschaften in Bitz bei Reutlingen - gleichzeitig dritter von fünf Läufen für den Europacup! Und er weiß selbst am besten, dass er alles riskieren muss, wenn er eine Topzeit fahren will.

Krass: Vier Kilometer mit 15 Prozent Gefälle!

Bis zu 15 Prozent Gefälle warten auf die 56 Speed-Skater aus fünf Ländern. Und das auf einer kurvengespickten, holprigen Strecke - vier Kilometer echter Horror. Weit über 5000 Fans sind total aus dem Häuschen, können den Start zum Superspektakel kaum erwarten. Denn neben dem Europacup-Zweiten Oscar Galliazzo sind alle dabei, die in der Szene Rang und Namen haben: Dazu gehört Stefano Galliazzo, der die Europacup-Wertung vor seinem Bruder anführt. Jeder Läufer hat zwei Runs, nur die schnellste Zeit wird gewertet. Neben Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 90 km/h erwarten die Downhiller absolut verschärfte Bedingungen: Ein Jump, eine extrem enge 90-Grad-Kurve sowie eine Schikane - wie in der Formel 1. Besonders gefürchtet: die enge Power-Kurve. Und tatsächlich: Die Fahrer stürzen hier reihenweise! Doch böse Verletzungen bleiben aus - dank der Protection-Gear, und der Sicherheitsvorkehrungen entlang der Strecke: Die Matten oder Strohballen verhindern Schlimmeres. Die Sanitäter müssen nur Schürfwunden, verstauchte Handgelenke oder Knöchel behandeln.

Drama pur: WM-Champ stürzt 50 m vor dem Ziel!

Als der Weltmeister Oscar Galliazzo die Piste runterdonnert, wackelt die Bestzeit. Wie immer geht er aufs Ganze, meistert die Highspeed-Strecke in Ideallinie. Selbst in den schwierigen Passagen bleibt er tief in der Abfahrtshocke. Doch 50 Meter vor dem Ziel die Tragödie - Oscar verkantet mit den Skates, stürzt! Aus der Traum! "Ich war zu schnell, habe zu viel riskiert", schimpft der sechsfache Weltmeister.

Spannend: Das Duell im Europacup geht weiter!

Am schnellsten ist Stefano Galliazzo. Mit einer Zeit von 1:04,24 Minuten gewinnt er vor seinem Bruder Oscar, der trotz Blessuren im zweiten Lauf nach 1:05,42 über die Ziellinie fetzt. Dritter der Schweizer Luc Lenoir (1.:06,10 Minuten). Stefano baut damit seine Führung im Europacup aus - doch Oscar tönt: "Der Sieg in der Gesamtwertung ist noch lange nicht entschieden!"
Der nächste Event steigt am 12. und 13. August in Leysin/Schweiz. Wer mehr wissen will: Surft doch mal im Internet - Adresse: www.inlinedownhill.com

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