Alb-Marathon 2001 in Bitz       I zurück I home I


Bericht Schwarzwälder Bote vom 03.09.2001

Michael Kienzle gewinnt den ersten Halb-Marathon

30-Jähriger lässt Fahrerfeld in Bitz weit hinter sich / Höchstgeschwindigkeit von 60 Kilometern pro Stunde erreicht   

INLINE-SKATING 

(hai).  Knapp 200 lnliner nutzten gestern die Chance- sie fuhren beim ersten Bitzer Halbmarathon mit.  Nach 31:10 Minuten überquerte Michael Kienzle als erster die Ziellinie.  Dann war erst Mal kein weiterer Fahrer in Sicht.

Der gebürtige Weilstetter ließ das gesamte Feld weit hinter sich. Kein Wunder, denn er ist nicht nur ehemaliger Skilangläufer und Leichtathlet, sondern Europameister seiner Altersklasse (AK 30) in Hannover geworden. »Ich freue mich, dass es jetzt bei uns auf der Alb ebenfalls einen Marathon gibt«, sagte er noch schwer atmend.  Der erfahrene Rennläufer Kienzle fährt seit vier Jahren Inline-Skate-Rennen und ist im Salomon-Nationalteam, fand die Strecke doch recht anspruchsvoll. »Es gab kaum Phasen der Erholung, man musste immer dran bleiben«, erklärte er.  Eigentlich hatte der 30-Jährige ein Rennen mit Endspurt erwartet.  Doch er machte sich die kurvige Strecke durch Winterlingen zu nutze. Dort griff er an und setzte sich von da an immer weiter vom Fahrerfeld ab.

Sein stärkster Konkurrent beim Bitzer Rennen war der Franzose Eric Weinbrenner (EM-Dritter). Er lief  dann auch als Zweiter in 32:47 Minuten ins Ziel.  Platz drei belegte Jerome Lambert.  Bei den Damen siegte Kathrin Mayer (Salomon National Team) in 35:20 Minuten. Ihr folgte Karine Schirrer auf Platz zwei und Jeannine Hendrich auf dem dritten Rang.  Doch nicht nur sie gaben alles. 

Auch der kleine Eric, nämlich Eric Rall aus Bitz, der als Fünfjähriger der Jüngste war, holte sich am Ende stolz seine Medaille ab.  Als ältester Teilnehmer stellte sich der 61-jährige Göllsdorfer Ludwig Mäder der Herausforderung.  Außerdem freute sich Andreas Thiel.  Er brauchte für die Strecke 43.35 Minuten und war somit Erster der Teilnehmer vom IHC Bitz. Der letzte Läufer überquerte schließlich nach einer Stunde 17 Minuten die Ziellinie.

Der Start in Bitz verlief ohne Komplikationen.  Doch bereits nach einer Runde gab es am ersten Hang kleinere Stürze.  Mehr als Schürfwunden gab es aber nicht zu beklagen. »Der Führungswagen hat genug PS, ihr braucht erst gar nicht zu versuchen, ihn zu überholen«, so Markus Reichenberger, Vorsitzender des IHC Bitz, im Vorfeld.  Damit behielt er nicht ganz recht.  Während der Wagen umsichtig in die erste Kurve ging, machten sich die Extrem-Skater das Gefälle zu nutzen, ließen alle Vorsicht außer Acht, und hatten kurzfristig die Oberhand. Die Organisatoren maßen teilweise eine Höchstgeschwindigkeit von 60 Stundenkilometern. Der Schnitt lag aber bei 42. Die Starter waren aus ganz Deutschland angereist, um am Halbmarathon teilzunehmen.  Und das nicht ohne Grund: »Es kommt selten vor, dass Inliner solch eine Strecke auf der Landstraße zurücklegen können.  Meist sind es lediglich Rundkurse«, erklärte Reichenberger. Das IHC-Oberhaupt ist denn auch zufrieden mit der Veranstaltung.  Im kommenden Jahr hat er gleich den nächsten Marathon ins Auge gefasst.  Dann aber über 42 Kilometer.

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