Pressebericht ZAK vom 26.09.2005 / Foto Fuhrman

Tolle Premiere macht Lust auf mehr

Inline-Downhill-DM in Albstadt: Viele Zuschauer und spannende Rennen

Die Premiere ist geglückt: Mit über 2000 Zuschauern, packenden Rennen und einer perfekten Organisation waren die deutschen Meisterschaften im Inline-Downhill in Albstadt ein Erfolg.

"Zwar hat die Veranstaltung sehr viel Arbeit gemacht und am Samstag hat der eine oder andere Helfer die Frage nach dem Sinn gestellt, doch wenn ich das Event heute sehe, macht es einfach nur Spaß", resümierte Siegfried Binder. Der Vorsitzende des WSV Ebingen fügte zufrieden hinzu: "Sportlich ist diese Veranstaltung einmalig in der Region, zumal wir parallel eine deutsche Meisterschaft und einen Weltcup austragen." Auch mit dem Zuschauerinteresse war der Albstädter zufrieden und schmiedet trotz des dicht gedrängten Terminkalenders der Ebinger Wintersportler bereits ehrgeizige Pläne: "Wenn man heute die Begeisterung gesehen hat, kann man sagen, dass es eine Zukunft geben wird. Erste Gespräche mit dem Verband wurden bereits geführt, sodass wir im nächsten Jahr vielleicht noch die Boarder dazunehmen und dann ein Starterfeld von 200 Athleten haben."

Mit den nationalen Titelkämpfen im Inline-Downhill hat der Traditionsverein Neuland betreten. "Die Idee zu dem ganzen stammte von Tobias Wöhrle, der auf uns zugekommen ist", verrät Siegfried Binder. In Kooperation haben der WSV Ebingen und der IHC Bitz das Rollsport-Spektakel auf der Schwäbischen Alb ausgerichtet und damit dem DRIV (Deutscher Rollsport und Inline-Verband) aus der Patsche geholfen. Die nationalen Titelkämpfe im Downhill mussten im Vorjahr abgesagt werden, weil "kein Verein die Veranstaltung ausrichten wollte", erklärte Gabriele Brenner. Die Vorsitzende der Sportkommission Skateboard, Inline und Alpin fügte hinzu: "Auch in dieser Saison standen die deutschen Meisterschaften auf der Kippe."

Der mehrfache deutsche Meister in dieser Disziplin, Tobias Wöhrle, reagierte. Zunächst fragte das Mitglied der deutschen DRIV-Nationalmannschaft beim IHC Bitz nach. "Doch die Veranstaltung passte nicht in den Rahmenterminkalender", so Wöhrle , "und wäre in der Kürze der Zeit für den IHC allein nicht zu bewältigen gewesen." Mit dem WSV Ebingen fand der Albstädter, der gestern nur Bronze gewann, schließlich einen renommierten Klub mit besten Referenzen in Sachen Organisation. Schließlich haben die Ebinger in den vergangenen Jahren bereits einige deutsche Meisterschaften optimal ausgetragen. Auch die Premiere auf Asphalt ist gelungen. Das Rollenspektakel am Sonntag war nicht nur perfekt organisiert, sondern auch hervorragend besucht. Über 2000 Zuschauer säumten die 2500 Meter lange, selektive Strecke zwischen Ochsenberg und Raidenstraße und feuerten die Hasardeure an. "Mit 50 Teilnehmern, darunter sechs Frauen, haben wir das zweitgrößte Weltcupfeld der Saison am Start", freute sich Wöhrle über die Akzeptanz bei den Athleten und zog ein durchweg positives Fazit: "Ich denke mit der Veranstaltung kann man vollauf zufrieden sein." Einzig seine eigene Leistung trübte die Stimmung: "Sportlich kann ich nicht ganz zufrieden sein, doch woran es liegt, weiß ich auch nicht so genau. Jetzt muss es eben mein Ziel sein, den Titel im nächsten Jahr wieder zurückzuholen."

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