Die Premiere ist geglückt: Mit über 2000
Zuschauern, packenden Rennen und einer perfekten Organisation waren die
deutschen Meisterschaften im Inline-Downhill in Albstadt ein Erfolg.
"Zwar hat die Veranstaltung sehr viel Arbeit
gemacht und am Samstag hat der eine oder andere Helfer die Frage nach dem
Sinn gestellt, doch wenn ich das Event heute sehe, macht es einfach nur
Spaß", resümierte Siegfried Binder. Der Vorsitzende des WSV Ebingen
fügte zufrieden hinzu: "Sportlich ist diese Veranstaltung einmalig
in der Region, zumal wir parallel eine deutsche Meisterschaft und einen
Weltcup austragen." Auch mit dem Zuschauerinteresse war der
Albstädter zufrieden und schmiedet trotz des dicht gedrängten
Terminkalenders der Ebinger Wintersportler bereits ehrgeizige Pläne:
"Wenn man heute die Begeisterung gesehen hat, kann man sagen, dass es
eine Zukunft geben wird. Erste Gespräche mit dem Verband wurden bereits
geführt, sodass wir im nächsten Jahr vielleicht noch die Boarder
dazunehmen und dann ein Starterfeld von 200 Athleten haben."
Mit den nationalen Titelkämpfen im Inline-Downhill hat der
Traditionsverein Neuland betreten. "Die Idee zu dem ganzen stammte
von Tobias Wöhrle, der auf uns zugekommen ist", verrät Siegfried
Binder. In Kooperation haben der WSV Ebingen und der IHC Bitz das
Rollsport-Spektakel auf der Schwäbischen Alb ausgerichtet und damit dem
DRIV (Deutscher Rollsport und Inline-Verband) aus der Patsche geholfen.
Die nationalen Titelkämpfe im Downhill mussten im Vorjahr abgesagt
werden, weil "kein Verein die Veranstaltung ausrichten wollte",
erklärte Gabriele Brenner. Die Vorsitzende der Sportkommission
Skateboard, Inline und Alpin fügte hinzu: "Auch in dieser Saison
standen die deutschen Meisterschaften auf der Kippe."
Der mehrfache deutsche Meister in dieser Disziplin, Tobias Wöhrle,
reagierte. Zunächst fragte das Mitglied der deutschen
DRIV-Nationalmannschaft beim IHC Bitz nach. "Doch die Veranstaltung
passte nicht in den Rahmenterminkalender", so Wöhrle , "und
wäre in der Kürze der Zeit für den IHC allein nicht zu bewältigen
gewesen." Mit dem WSV Ebingen fand der Albstädter, der gestern nur
Bronze gewann, schließlich einen renommierten Klub mit besten Referenzen
in Sachen Organisation. Schließlich haben die Ebinger in den vergangenen
Jahren bereits einige deutsche Meisterschaften optimal ausgetragen.
Auch die Premiere auf Asphalt ist gelungen. Das Rollenspektakel am
Sonntag war nicht nur perfekt organisiert, sondern auch hervorragend
besucht. Über 2000 Zuschauer säumten die 2500 Meter lange, selektive
Strecke zwischen Ochsenberg und Raidenstraße und feuerten die Hasardeure
an. "Mit 50 Teilnehmern, darunter sechs Frauen, haben wir das
zweitgrößte Weltcupfeld der Saison am Start", freute sich Wöhrle
über die Akzeptanz bei den Athleten und zog ein durchweg positives Fazit:
"Ich denke mit der Veranstaltung kann man vollauf zufrieden
sein." Einzig seine eigene Leistung trübte die Stimmung:
"Sportlich kann ich nicht ganz zufrieden sein, doch woran es liegt,
weiß ich auch nicht so genau. Jetzt muss es eben mein Ziel sein, den
Titel im nächsten Jahr wieder zurückzuholen."